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Allgemeine Informationen zum Wohnstandort Rhäzüns

Der Name Rhäzüns geht bis in die karolingische Zeitrechnung zurück. Ein Castell von Rhäzüns wird erstmals 960 n. Chr. zusammen mit einer Kirche in Verbindung mit einem Tauschgeschäft zwischen Otto dem Grossen und dem Bischof von Chur erwähnt. Der Name selber wird noch älter sein, taucht doch "Raezunnes" bereits in der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts auf. Die Herren von Rhäzüns entwickelten sich im 12. Jahrhundert bis ins 14. Jahrhundert zu nahmhaften Grundherren, deren Besitzungen nicht nur in Rhäzüns, Bonaduz, Ems und Felsberg lagen. Nein, auch die Herrschaft Jörgenberg gehörte ihnen, sowie Teile von Obersaxen, Safien, und Heinzenberg. In den Dokumenten des Mittelalters gibt es wenige Ortsnamen in Rätien, die öfter vorkommen als der Name Rhäzüns. Das liegt allerdings nicht an der Bedeutung von Rhäzüns als Gemeinschaft, sondern ausschliesslich in Verbindung mit der Herrschaft Rhäzüns.

Die Gemeinde Rhäzüns bildet zusammen mit weiteren sechs Gemeinden (Flims, Trin, Tamins, Bonaduz, Domat/Ems, Felsberg) die Region Imboden. Rhäzüns (657 m.ü.M) ist die oberste Gemeinde im Bündner Rheintal. Höchster Punkt ist der Hausberg „Crest-Ault“ mit einer Höhe von 1'940 m.ü.M.
Die Fläche des Gemeindegebietes umfasst 1'355 ha (Gemeindegebiet 15 ha, Wald 622 ha, Landwirtschaft 490 ha und Übriges 228 ha).

Rhäzüns zählt 1'517 Einwohner (Stand 08. Dez. 2017).

Rhäzüns darf heute als kleiner Verkehrsknotenpunkt bezeichnet werden. Einerseits wird Rhäzüns durch die Rhätische Bahn mit guten Anschlüssen bedient, andererseits dient Rhäzüns als Wendepunkt für den Stadtbus Chur, für Bahnersatzbusse sowie für Postautos von und nach Thusis mit Verbindungen über das Domleschg und die Kantonsstrasse.

Daneben bildet die Talstation der Luftseilbahn Rhäzüns-Feldis LRF natürlich das Tor zur Sonnenterrasse Feldis. Die Fahrt mit der im Jahr 2006 völlig neu gebauten Luftseilbahn, in schwindelnder Höhe über dem Hinterrhein und den berühmten Rheinauen, ist zu jeder Jahreszeit ein Erlebnis.